Mali ist einfach viel besser…

Von Nioro nach Bamako, 15. bis 17. September

„Und habt ihr eure Autos voller Bier geladen?“ fragt der Beamte an der malischen Grenze und hält sich vor Lachen den Bauch. „Na, jetzt seid ihr hier und könnt ihr endlich wieder Bier trinken. Hier fragen die Polizisten auch nicht nach einem Geschenk. Mali ist einfach viel besser“. Unser Grenzübertritt nach Mali ist der lockerste, den wir bisher hatten.

Mechaniker um den Cruiser in Nioro. © N. Bertrams
Die Zahl der Kinder, die „Donne moi un cadeau“ fordern, hat sich spürbar verringert. Stattdessen lächeln und winken uns Männer, Frauen und Kinder im Vorbeifahren überall zu. Und auch die Männer reichen den Frauen unserer Reisegruppe wieder zur Begrüßung die Hand. In Mauretanien und Marokko wäre das eine grobe Unhöflichkeit gewesen. Hier ist es genau anders herum, was für uns deutlich angenehmer ist. Überhaupt sind wir überwältig von der Freundlichkeit, dem Humor und der Hilfsbereitschaft der Menschen um uns herum.

Kurz hinter der Grenze sammeln wir Basil auf, der uns hilft die Einreiseformalitäten zu erledigen. Und bei der Gelegenheit überhäuft er die einzige von uns, die nicht rechtzeitig einen Ehemann vorschützen konnten, mit Liebesschwüren. Schließlich macht es Spaß und warum nicht versuchen, ein Ticket nach Europa zu ergattern. Doch der Brautpreis ist zu hoch: Ein Flugzeug soll her, anders lässt sich die hartherzige Angebetete nicht erweichen. Doch Basil kann nur Kamele und Pferde beschaffen, also geht die Reise weiter nach Nioro.

Der Cruiser braucht einen Mechaniker, denn die Einspritzpumpe arbeitet nicht mehr richtig und der Wagen qualmt seit einiger Zeit fürchterlich. Der Schrauber und etwa zehn weitere Männer mit undurchsichtigen Funktionen scharen sich um den Motorraum. Mit Hilfe unserer Kopflampe wird das Problem schnell behoben und wir können mit einem genesenem Wagen und einer glücklichen Besitzerin endlich den Abend mit leckerem malischen Fleischeintopf und Pommes auf dem Markt genießen. Katharina

4 Kommentare so far
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oje oje…liebe Grüße an alle und im Besonderen an Nathalie. Ich drück’ Dich ganz fest. Marta

ich sitze gerade in einer konferenz zu erneuerbaren energie in maputo, mozambique am anderen ende afrikas. es ist eine spannende diskussion, doch wäre ich natürlich lieber bei euch. unser cruiser ist zum glück wieder genesen, thank god!

hey katharina & co, wow – habe gerade mit großer neugier die gesamten blogs gelesen, bin beeindruckt von dem, was sie vermitteln und staune insbesondere über eure verhandlungskünste. hoffe das bier in mali schmeckt gut, bin gespannt darauf, ob ihr ramazan bayrami gefeiert habt und freue mich auf jede weitere zeile! take care, elina

Hoffe Ihr kommt gut voran. Lese Eure Berichte mit großem Interesse! Gebt mal wieder ein Lebenszeichen.
Schöne Grüße aus Berlin
Andreas



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